Geometrischer Überlebenskünstler !
Wissenswertes: Der seltene, robuste und immergrüne Rauhschopf zählt zur Familie der Agavengewächse. Der Dasylirion ist elegant, imposant, geometrisch, in der Pflege völlig anspruchslos und frei von Krankheiten. Beeindruckend bei älteren Rauhschopfen ist die Stammbildung, die 1,50 m bis 2,50 m betragen kann. Und dieser muss nicht unbedingt aufrecht wachsen - oft liegt er auch am Boden und die Krone reckt sich gen Himmel.Der große Schopf besteht aus vielen schmalen, angerauten Laubblättern, die 50-90 cm lang sind und oft mit faserigen Endspitzen versehen sind. Das wirkt sehr Pinselartig - die Blätter sind nie abgeknickt und somit ist das Erscheinungsbild durchaus elegant und geometrisch. Die Stammbildung setzt erst bei älteren Pflanzen ein und auch dann kann sich erst der hohe Blütenstand bilden. Das wird hier wahrscheinlich sehr selten geschehen. Herkunft: Er stammt aus Mexiko und kommt auch im Südosten der USA vor. Die Pflanze gedeiht in den Bergen über 2000 m Höhe genau so gut wie in den Wüstengebieten. Anzucht: Die Anzucht der Samen im Haus ist ganzjährig möglich. Mischen Sie fein geriebene Anzuchterde gut mit circa 25% feinem Sand (besser noch Quarzsand). Damit die Samen nicht durchfallen, darf die Erde nicht zu grob sein. Feuchten Sie die Mischung mit einem Wasserzerstäuber an und streuen Sie die Samen darüber. Entscheidend sind jetzt ausreichend Wärme (16° bis 25° C) und eine hohe Luftfeuchtigkeit. Dafür sollte jede Saatschale mit Folie oder einer Glasscheibe abgedeckt und alle 2 bis 3 Tage 2 Stunden gelüftet werden. Sämlinge sollten Sie nicht sofort in die pralle Sonne stellen. Standort: Als Agavengewächs liebt dieser Überlebenskünstler lichte bis sonnige Standorte und am besten viel Wärme. Pflege: Bei uns wächst der Rauhschopf natürlich nicht so schnell, ist aber eine Super-Kübelpflanze, der lange Trockenzeiten nichts ausmachen. Überwinterung: Mit trockener Erde kann die Pflanze im Winter einige Minusgrade überstehen. Sie sollte dann überdacht stehen oder mit einem Winterschutz versehen werden.
Foto: Dirk Schäfer