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Wilder Wein (Parthenocissus quinquefolia)
Beliebte, winterharte Zier- und Kletterpflanze, die gar nicht so „Wild“ ist.
Ein wahre Pflanzenschönheit !
Wissenswertes: Perfekt für den echten Indian Summer ! Attraktiv-Atemberaubende Herbstfärbung-Bienenfreundlich-Dekorativ-Pflegeleicht...die Liste der positiven Eigenschaften dieser wunderschönen Rankpflanze lässt sich noch lange fortführen. Der Wilde Wein ist wuchsfreudig und benötigt nicht mal eine Kletterhilfe. An tristen Hauswänden kann er sich mittels Haftscheiben lässig 2-4 m pro Jahr emporranken. Und nicht nur das-er kann genauso nach unten wachsen wie z.B. von einem Balkon oder einem Turm. auch ganz glatte Oberflächen sind kein Hindernis. An Waldrändern oder an Hecken hüllt und überwächst er diese Pflanzen sogar. Der Wuchs ist zwar stark aber er wächst kaum in die Breite. Der Parthenocissus gehört zur Familie der Weinrebengewächse und bildet 5-lappige Blätter aus. Diese sind sattgrün und begeistern uns im Herbst mit orange-sowie leuchtenden und satten Rottönen. Im Winter wird das Laub vollständig abgeworfen. Die Pflanze kann bis zu 50 Jahre alt werden.
Herkunft: Die ursprüngliche Heimat liegt in Nordamerika und heute ist die Kletterpflanze in ganz Europa verbreitet.
Anzucht: Die Aussaat ist einfach und gelingt gut. Als Kaltkeimer benötigen die Samen jedoch eine Vorbehandlung. Sie müssen stratifiziert werden. Legen Sie die Samen für 2 Monate in in einer mit Sand gefüllten Schale in den unteren Bereich des Kühlschranks oder sogar ins Gefrierfach. Aufgrund dieser Kältebehandlung werden keimhemmende Stoffe abgebaut. Stecken Sie das Saatgut anschließend 1 cm tief in feuchte Anzucht- oder Gartenerde. Die Erde nur feucht, aber nicht zu nass halten - so lässt sich ein Verschimmeln vermeiden. Die Keimung erfolgt ca. 4 bis 10 Wochen danach. Weitere zwei Monate später können die Pflanzen pikiert (vereinzelt) werden.
Standort / Licht: Jeder Platz von schattig bis vollsonnig ist für das Anpflanzen vom Wilden Wein geeignet.
Pflege: Die fleischigen Wurzeln dringen gern tief in den Boden ein und verzweigen sich dort. Die Triebe dagegen sind eher dünn und lang. Im Sommer zeigen sich die grünweißen, winzigen Blüten die in großen Dolden unzählige Schmetterlinge und Insekten anziehen, die ganz wild auf den Nektar sind. Im Herbst wachsen daraus die schmuckvollen kleinen Beerenfrüchte, die mit ihrer leuchtend blauvioletten Farbe sofort ins Auge fallen. Für den Menschen sind sie nicht genießbar, doch Vögel mögen naschen sie gerne. Sämlinge und Jungpflanzen bevorzugen noch eine Kletterhilfe, doch schon nach kurzer Zeit wachsen die pflegeleichten Pflanzen von alleine. Wassergaben sind nur in trockenen Sommermonaten erforderlich und eine Nährstoffgabe sorgt für noch kräftigeren Wuchs, sofern das gewünscht ist. Ein Rückschnitt kann, muss aber nicht vorgenommen werden. Dafür eignet sich der Sommer oder der Winter. An den Boden werden keine besonderen Bedürfnisse gestellt.
Überwinterung: Im ersten Jahr ist noch ein Winterschutz ratsam, danach stellt selbst eisige Kälte kein Problem dar.
Foto: Doris Schäfer
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